28. Mai 2013

heutige Vorspeise: Sommer!

Endlich haben wir mal einen sonnigen Tag, mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt! Nein Quatsch.. so schlimm ist es nicht, aber der Frühling oder eigentlich bereits der Sommer lässt heuer schon auf sich warten! Und das nervt... Denn wer will Ende Mai noch mit Jacke und warmen Pullis rumlaufen? Ich ganz sicher nicht... Leider ist es bei uns in Südtirol im Moment so. Dauerregen... und wenn kein Regen kommt, kommt eben der Wind. Und der kann richtig kalt sein - so dass man sich gerne mit dem Liebsten ins Bett kuschelt und das ganze Wochenende nicht vor die Tür geht. Die Vorstellung ist ja schön, kann aber auch kein Dauerzustand sein oder? Wir fordern Sommer, Sonne, Sonnenschein! Und endlich Temperaturen über 25 Grad. Und dass mir dann keiner kommst und jammert, dass es zu heiß ist. Das gibt es im heurigen Sommer nicht!! ;)

Ne, mal ehrlich. Wenn der Frühling und der Sommer nicht zu uns in die Natur kommen wollen, zaubern wir einfach mal alles in die Küche. Und das hat dieser Abend und dieser Rezept definitiv geschafft. Dank Myri von Lifetime hab ich die perfekte Frühlings-Vorspeise für den tollen Abend mit Andreas von Gastrochecker gefunden. Zitronen-Focaccia.
Da ich Focaccia sehr gerne mag, aber noch nie selbst gemacht habe, habe ich mich für dieses tolle mediterrane Rezept entschieden. Zitrone und Rosmarin - was für eine tolle Kombi.

Ihr braucht:
13g frische Hefe
150ml lauwarmes Wasser
25ml Olivenöl
1 EL Honig
Salz
ca. 240g Weizenmehl
1 Bio-Zitrone
 2 Zweige Rosmarin
1 Konblauchzehe
extra Olivenöl und grobes Meersalz zum Bestreuen

Die Hefe zerbröseln und mit Wasser, Olivenöl und dem Honig in einer Schüssel auflösen. Nun das Salz und das Mehl hinzugeben und ca. 5 Minuten kneten. Nun lasst ihr den Teig an einem warmen Ort für ca. einer Stunde gehen (bis sich die Menge verdoppelt hat).
Bestreicht nun ein Backblecht mit Olivenöl und bestreut es mit grobem Meersalz. Dann teilt ihr den Teig in zwei Teile, knetet diese jeweils noch einmal gut durch. Formt jetzt eine ca. 1cm dicke Scheibe mit den Händen. Legt die beiden Teige auf das Backblech und lasst den Teig zugedeckt noch einmal ca. eine halbe Stunde ziehen.
Heizt nun den Backofen auf 200° Umluft vor. Die Zitronenscheiben, den Rosmarien sowie den Knoblauch auf dem Teig verteilen. Drückt mit dem Finger kleine Mulden in den Teig und beträufelt ihn noch einmal mit Olivenöl. Nun für 20-30 Minuten in den Ofen.
Vor den Servieren noch einmal mit Olivenöl beträufeln. Bon Appétit!
Ach ja.. was man den Gästen oder sich selbst noch empfehlen sollte: Zitrone vorher runternehmen, sonst wird's vielleicht ein bisschen zu sauer ;)




Wie ihr seht gab es - zusätzlich zur Zitronen-Focaccia - noch Honigmelone mit Rohschinken. Ein absolut perfektes Gericht an heißen Tagen und wenn es mal schnell gehen soll.. Der Sommer ist am Teller angekommen!

Macht es gut,

Miss V.

P.S.: Wir nähern uns bald den ersten 1.000 Seitenaufrufen!! Was bin ich stolz darauf! DANKESCHÖN :) 

22. Mai 2013

Resteverwertung

Das letze Mal habe ich euch ja den tollen Kuchen aus Cynthia Barcomis Backbuch "Let's bake" gezeigt, den ich meiner Mami zum Muttertag gebacken habe.

Leider - oder vielleicht doch zum Glück - musste ich einiges absägen, damit der Kuchen eine gerade Oberfläche (zumindest auf dem ersten Tortenboden) bekam. Und da ich die Kerne der Himbeeren, in denen sich doch noch ein wenig Saft ansammelte sowie einen Teil der Himbeerganache noch übrig hatte, beschloss ich, (noch einmal) an Cake Pops zu wagen.
Bereits vor einiger Zeit hatte ich mal probiert, diese tollen Kuchenlollis zu backen - ohne Erfolg. Die Holzsticks waren nicht resistent genug, daher fiel eine Kugel nach der anderen von der Stange...Nach diesem Misserfolg verschloss ich diese Stäbchen und die Rezeptbücher ganz weit hinten in einem Schrank ;)
Nein quatsch, ich traute mich nur nicht mehr ran. Wollte schließlich nicht nocheinmal so was erleben. Aber diesmal ging glücklicherweise alles gut :)



Ich zerbröselte also den Restkuchen, mischte Himbeeren und Ganache unter und verknetete dies zu einer Masse. Nun wurden kleine Kugeln geformt, mit Schokolade auf den - neu gekauften - Lollisticks geklebt und ab in den Gefrierschrank (das vergesse ich nicht noch einmal.. der "Erfolg beim letzen Mal lag an der mangelnden Kälte). Hier ließ ich sie nun ca. eine viertel Stunde frösteln. Nach dem Kälsteshock verziehrte ich dann die Bällchen ganz klassisch mit Schokolade. Vollmilch und weisse Schokolade durfte drauf. Noch schnell ein bisschen Deko drauf und fertig waren meine "ersten" Cakepops.
Und das beste daran? Sie waren ein voller Erfolg - egal ob beim Muttertagsfrühstück mit der Verwandschaft oder beim morgendlichen Kaffeklatsch meiner Mami. Lecker schmecker waren diese wirklich.

Ein Grund mehr, um hin und wieder ein Stückchen Kuchenteig übrig zu haben ;)


Macht es gut,

Miss V.

Entschuldigt die schlechte Qualität der Fotos, aber es musste schnell gehen... jeder wollte mal probieren ;) 

15. Mai 2013

Sag Danke - mit Himbeeren und Schokolade

Während ihr diesen Post lest, sitze ich bereits gemütlich im Flugzeug nach... Lissabon. Endlich ein bisschen Urlaub haben, vielleicht ein paar warme Sonnenstrahlen tanken, die Stadt besichtigen, aber vor allem: Relaxen!! Ich freue mich bereits seit wir uns entschieden haben, in die portugiesische Hauptstadt zu fliegen, darauf. Die Mentalität und die Stadt müssen einfach toll sein - vor allem weil ich vor ein paar Jahren im Nachbarland Spanien in Barcelona urlaubte. Die Mentalität unterscheidet sich nicht besonders - und deshalb wird es sicher ein super Urlaub. Aber Details und vor allem Fotos gibt es nach meiner Reise.

Nun zu meinem eigentlichen Thema heute ;) Am vergangenen Sonntag wurde auch bei uns der Muttertag gefeiert. Und was gibt es schöneres, als der allerliebsten Mami einen selbstgemachten Kuchen zu schenken? Natürlich nur einen Kuchen mit all ihren Lieblingszutaten ;)
Leider ist es am Muttertag schwierig, was ohne Erdbeeren zu finden. Da meine allerbeste Mami aber zu den Hassern dieser roten Früchte gehört, musste was anderes her. Danke dafür an das tolle Buch "Let's bake" von Cynthia Barconi, welches seit einiger Zeit mein Bücherregal schmückt. Da ich noch nicht die Zeit hatte, daraus was zu backen, war dies nun die beste Gelegenheit, was köstliches auszuprobieren.
Daher entschied ich mich für die Schokoladedröhnung schlechthin: Chocolate Cake with Raspberry Ganache.




 Dafür braucht ihr:

120g ungesüsster Kakao
180ml starker Kaffe oder heisses Wasser
250 ml Vollmilch (Zimmertemperatur)
280g Mehl
130g Stärke
1 TL Natron
1/2 TL Salz
300g Butter (Zimmertemperatur)
300g Zucker
1 EL Vanilleextrakt
4 Eier (Zimmertemperatur)

Himbeerpüree: (ca. 250ml)
500g gefrohrene Himbeeren
75g Zucker

Himbeer-Ganache:
350g Zartbitterschokolade, gehackt
85g weiße Schokolade, gehackt
250 ml kochende Sahne
125ml Himbeerpüree (nehmt einfach die ganzen 250ml Püree, schmeckt lecker ;) )

Ofen auf 180° vorheizen und zwei Backformen mit 23cm Durchmesser ausbuttern und mit Kakao bestäuben (ich hab hier eine Backform mit 24 cm und eine mit 20cm Durchmesser verwendet - hat auch geklappt :) )
Kakao, Milch und heissen Kaffe/Wasser vermischen und abkühlen. In einer Schüssel Mehl, Stärke, Natron und Salz vermengen.
Mit dem Handmixer Butter schaumig schlagen. Den Zucker und das Vanilleextrakt (hab hier Vanillezucker verwendet -anderes war leider nicht im Haus) untermengen. Dann die Eier nach und nach zugeben und gut vermischen. Abgekühlte Kakaomischung untermischen.

Mit einem Teigschaber das Mehl solange in die Kakaomischung unterheben, bis gerade so ein Teig entsteht. Den Teig auf die Backformen verteilen und ca. 45 Minuten backen.
Sobald der Zahnstocher keine Teigreste mehr kleben hat, aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach auf ein Kuchengitter geben und vollständig auskühlen lassen.



Nun das Himbeerpürre vorbereiten: Himbeeren und Zucker ca. 15 Minuten kochen lassen, dann durch einen feinen Sieb streichen, damit keine Kerne im Püree sind.

Nun die kochende Sahne über die gehackte Schokolade geben und so lange rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Hälfte des Himbeerpürees untermengen und zwei Stunden kalt stellen.

Nun beide Böden glatt schneiden und waagrecht einmal durchschneiden. Auf den unteren Boden Himbeerpürre geben und den zweiten Boden drauf geben. Dann die Ganache verteilen. Mit den zweiten Tortenboden wiederholen. Zum Ende einfach die Ganache auch aussen auf dem Rand verteilen und schon fertig ist euer: Chocolate Cake with Rasperry Ganache.

Und da ihr bei dieser tollen Torte auch noch einen Teil des Teiges übrig habt, zeige ich euch das nächste Mal, was ich tolles daraus gemacht haben.

Das tolle Backbuch "Let'sBake" - Cynthia Barcomi, kann ich nur weiterempfehlen. Jedes Mal, wenn ich darin blättere, würde ich gerne die ganzen Rezepte sofort nachbacken. Aber eines nach dem anderen... ;) Man hat eine tolle Auswahl an Cookies, Cakes, Cupcakes, die einen sofort verzaubern, genauso wie die Autorin, die Schreibweise und die Fotos auch. Auf jeden Fall eine Investition wert.

Die letzten Zeilen gehören nur dir Lieblings-Mami: Danke für alles!! Für jede Unterstützung, die ich bekommen habe. Für jedes Lächeln und gute Wort, das du mir immer wieder gibst (auch nach üblen Streits). Für das, dass du du bist und immer zu mir hälst. DANKE FÜR ALLES!! <3


Ich wünsche euch in der Zwischenzeit eine tolle Woche, geniesst die - hoffentlich sonnigen - Tage und ich schicke euch liebe Grüße aus Lissabon..

Miss V.  

7. Mai 2013

Kleine Köstlichkeiten

Eine Lieblingsnachspeise hat jeder. Das kann die Himbeerroulade von der Mama sein, ein Fertigkuchen, den nur der Liebste so perfekt zubereiten kann, Obst direkt vom Baum gepflückt.. oder eben einfach was klassisches. So wie meine: orginal Sachertorte - egal ob selbst gemacht oder in einem Caffe verspeist. Hauptsache schokoladig und mit Marillenmarmelade gefüllt.
Aber immer nur die selbe Version ist ja auch langweilig - Abwechslung muss schließlich sein. Deshalb hab ich mir dieses Mal gedacht, dass es die klassische Sacher nun mal im Miniformat gibt. Somit war die Idee der Sacher-Muffins entstanden.




Das Rezept hab ich auf www.brigitte.de entdeckt, habs umgewandelt für 12 Stück - draus geworden sinds dann 15..

Dafür braucht ihr:

130g Zartbitter
130g weiche Butter
80g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
5 Eier
130 Gramm Mehl
1 TL Backpulver

Marillenmarmelade
200g dunkle Glasur



Die 120g Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und kurz abkühlen lassen. Inzwischen den Ofen auf 180° vorheizen. Butter, Zucker und den Vanillezucker mit der Prise salzu schaumig rühren. Das Eigelb einzeln hinzugeben und verrühren. Nun gebt ihr die lauwarme Schokolade hinzu. Das Mehl und das Backpulver sieben und langsam hinzugeben. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Nun in die Muffinsförmchen füllen und ca. 25 Minuten backen lassen.

Sobald die Zahnstocherprobe bestanden wurde schneidet ihr den oberen Rand - also genau beim Ende der Förmchen - ab. Streicht auf diese Fläche die Marillenmarmelade und gebt den Deckel wieder drauf. Nun ganz abkühlen lassen.
Die Glasur nach Packungsanweisung schmelzen - ich hab hier jedoch Vollmilchschokolade benutzt, weil mir das besser schmeckt - und auf die Muffins geben. Inzwischen könnt ihr Läuterzucker vorbereiten. Einfach Puderzucker mit Wasser so lange aufkochen lassen, bis das Wasser verschwunden ist. Dann schreibt ihr ein "S" auf die Schokoglasur - natürlich für den echten österreichischen Sacher-Touch ;)

Für diese Muffins würde ich bis ans Ende der Welt gehen! Es gibt einfach nichts besseres als ein kleines Stück Himmel in Form eines Sachermuffins oder einer Sachertorte. Danke lieber 16-Jährige Junge... Du hast das Leben vieler leichter gemacht ;)

Macht es gut, auch wenn das Wetter noch immer nicht mitspielt... Der nächste Sommer kommt bestimmt :)

Liebste Grüße,

Miss V.